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Date: 2026-07-10

Route planen

**Ziel:** Eine brauchbare Route vorbereiten.

**Voraussetzungen:** Ziel, Startpunkt, grobe Wetterlage, verfügbare Quellen.

**Schritte:**

  1. Planung öffnen.
  2. Ziel setzen.
  3. Route und Windfenster prüfen.
  4. Analyse lesen.
  5. Die passendste Route auswählen.

**Ergebnis:** Eine geplante Route mit bewerteten Fenstern.

**Fehlerfälle:** Keine Wetterquelle, keine klare Analyse, route degraded.

Hafen anklicken und als Start/Ziel/Via übernehmen

**Ziel:** Einen Hafen, eine Marina oder eine Schleuse direkt aus der Karte als Routenpunkt übernehmen, ohne Koordinaten abzutippen.

**Voraussetzungen:** Die Karte (/karte) ist geöffnet, der Hafen ist als Punkt oder Label sichtbar.

**Schritte:**

  1. Auf das Hafen-Symbol oder -Label in der Karte klicken. Ein Popup öffnet sich mit Name, Art (Marina/Hafen/Schleuse), Koordinaten, Wassertiefe (falls bekannt), Telefonnummer, VHF-Kanal, Website und verfügbaren Services (Kraftstoff, Wasser, Landstrom, Sanitaer) sowie einer Quellen- und Vertrauensangabe zur Dateneinstufung. Die Route-Liste zeigt zusätzlich die Datenqualitaet der Treffer: verifizierte Herkunft, UKW-, Telefon-, Tiefgang- und Service-Abdeckung. Fehlende Angaben bleiben unbekannt und werden nie als Sicherheitsnachweis interpretiert.
  2. Einen der drei Knöpfe im Popup wählen: **„Als Start"**, **„Als Ziel"** oder **„Als Via"**.
  3. Der gewählte Punkt wird sofort auf der Karte markiert und in der Routing-Leiste übernommen.
  4. Bei „Start" und „Ziel" gesetzt berechnet Kiboko die Route automatisch; bei „Via" wird die bestehende Route neu berechnet.

**Alternative:** Punkte lassen sich auch direkt auf der Karte setzen: **„Start per Klick"**/**„Ziel per Klick"**/**„Via per Klick"** aktivieren (Tastenkürzel 1/2/3), dann auf die gewünschte Stelle klicken. Bereits gesetzte Punkte können anschließend per Ziehen (Maus gedrückt halten und bewegen) verschoben werden — die Route wird beim Loslassen neu berechnet.

**Ergebnis:** Start-, Ziel- oder Via-Punkt ist ohne manuelle Koordinateneingabe gesetzt.

**Fehlerfälle:** Popup zeigt keine Kontaktdaten (Quelle unvollständig — vor Anlauf zusätzlich prüfen), Klick trifft keinen Hafen-Layer (kein Popup erscheint), Ziehen eines Punkts wird als neuer Klick missverstanden (kurz warten, dann erneut prüfen).

Route aktivieren

**Ziel:** Eine berechnete Route für die operative Anzeige (Cockpit, HDG/COG-Vergleich) nutzen.

**Voraussetzungen:** Start- und Zielpunkt sind gesetzt (siehe oben).

**Schritte:**

  1. Start- und Zielpunkt setzen (per Hafen-Klick, Klick auf die Karte oder Adressuche).
  2. Sind beide Punkte gesetzt, berechnet Kiboko die Route automatisch. Andernfalls den Knopf **„Route berechnen"** klicken (Tastenkürzel R).
  3. Der Status-Wert in der Routing-Leiste wechselt auf „Route geladen"; Distanz, ETA und Windfenster erscheinen.
  4. Im Cockpit prüfen, ob die Route sichtbar ist, und HDG, COG und Zielrichtung vergleichen.

**Ergebnis:** Die Route beeinflusst die operative Anzeige.

**Fehlerfälle:** Status bleibt „keine Route" oder „Fehler" (Start/Ziel fehlt oder Netzwerkfehler), Routing degraded, falsche Datenquelle. Mit **„Start/Ziel löschen"** (Tastenkürzel C) lässt sich jederzeit neu beginnen.

Route ändern

**Ziel:** Auf neue Lage reagieren.

**Voraussetzungen:** Eine aktive oder vorbereitete Route.

**Schritte:**

  1. Neue Lage prüfen.
  2. Route anpassen oder alternative Route berechnen.
  3. Windfenster und ETA neu bewerten.
  4. Änderung bewusst bestätigen.

**Ergebnis:** Die Route folgt der neuen Realität.

**Fehlerfälle:** Veralteter Forecast, widersprüchliche Daten, hoher ETA-Unsicherheitsgrad.

Wetter interpretieren

**Ziel:** Wetterdaten in eine Entscheidung übersetzen.

**Voraussetzungen:** Forecast oder Live-Wetter vorhanden.

**Schritte:**

  1. Wetteransicht öffnen.
  2. Live, stale und forecast unterscheiden.
  3. Windfenster und Trend lesen.
  4. Taktische Konsequenz ableiten.

**Ergebnis:** Wetter wird als Entscheidungshilfe nutzbar.

**Fehlerfälle:** Stale Quelle, fehlende Sensorlage, falsche Vertrauensannahme.

AIS-Ziel bewerten

**Ziel:** Verkehr einschätzen und die Threat-Level-Anzeige richtig lesen.

**Voraussetzungen:** AIS-Ziele vorhanden.

**Schritte:**

  1. AIS-Ansicht öffnen.
  2. Zielklasse, Bewegung und Abstand lesen.
  3. Die Farbe/Stufe des Ziels (Threat-Level-Badge) prüfen:
  1. Entscheidung treffen: beobachten, ausweichen oder weiterfahren.

**Ergebnis:** Verkehr wird aktiv bewertet, nicht nur nach Bauchgefühl.

**Fehlerfälle:** Keine AIS-Daten, unklare Klasse, Target springt, „low" trotz veralteter Daten mit tatsächlichem Risiko verwechselt.

Kollisionsrisiko erkennen

**Ziel:** Ein riskantes Ziel schnell erkennen.

**Voraussetzungen:** AIS oder andere Verkehrsdaten sichtbar.

**Schritte:**

  1. Prüfen, ob ein Ziel auf Kurskonflikt hindeutet.
  2. Abstand und Annäherungszeit lesen.
  3. Bewegung mit eigener Route vergleichen.
  4. Bei Unsicherheit konservativ handeln.

**Ergebnis:** Risiko wird nicht übersehen.

**Fehlerfälle:** Zu wenig Daten, falsche Sicherheit, Blick nur auf einen Wert.

Coach verwenden

**Ziel:** Operative Hilfe bekommen.

**Voraussetzungen:** Coach verfügbar, Frage klar formuliert.

**Schritte:**

  1. Eine konkrete Frage stellen.
  2. Antwort lesen.
  3. Prüfen, ob sie zur aktuellen Lage passt.
  4. Nur passende Empfehlung übernehmen.

**Ergebnis:** Mehr Klarheit, nicht Autonomie.

**Fehlerfälle:** Zu vage Fragen, degradierte Quelle, falscher Kontext.

**Ziel:** Warnungen und Textmeldungen einordnen.

**Voraussetzungen:** NAVTEX-Empfang vorhanden.

**Schritte:**

  1. NAVTEX öffnen.
  2. Neue Meldungen zuerst lesen.
  3. Sicherheitsrelevantes priorisieren.
  4. Maßnahmen ableiten.

**Ergebnis:** Warnungen werden nicht übersehen.

**Fehlerfälle:** Leerer Speicher, falscher Erwartungswert, alte Meldungen.

Funkdaten verwenden

**Ziel:** Schiffsdaten und Funkbereitschaft prüfen — bevor der Ernstfall eintritt.

**Voraussetzungen:** Funkansicht und Schiffsdaten vorhanden.

**Schritte:**

  1. Funkansicht (/funk) öffnen.
  2. Schiffsname, MMSI und Rufzeichen im Kopfbereich prüfen — sie werden automatisch in die Mayday-/Pan-Pan-Vorlagen übernommen.
  3. Relevante Angaben vor einer Meldung aktualisieren (Schiffsprofil).

**Ergebnis:** Funk ist formal vorbereitet, die Notruf-Vorlagen sind sofort korrekt ausgefüllt.

**Fehlerfälle:** Veraltete Schiffsdaten, falsche MMSI/Rufzeichen-Angaben.

**Siehe auch:** „Notfallfunktionen nutzen" unten — dort wird die eigentliche Bedienung im Ernstfall beschrieben.

Logbuch nutzen

**Ziel:** Ereignisse nachvollziehen.

**Voraussetzungen:** Eintrag oder Incident vorhanden.

**Schritte:**

  1. Logbuch öffnen.
  2. Zeitraum wählen.
  3. Eintrag lesen.
  4. Ursache und Folge ableiten.

**Ergebnis:** Ereignisse werden rekonstruierbar.

**Fehlerfälle:** Zu kurzer Zeitraum, fehlende Kontextdaten, reine Vermutung.

Notfallfunktionen nutzen

**Ziel:** Im Ernstfall schnell und ohne Suchen die richtige Funktion finden.

**Voraussetzungen:** Keine — die Notfall-Bedienelemente sind auf jeder Seite sichtbar.

Kiboko hat drei getrennte Notfall-Bedienelemente für drei unterschiedliche Situationen:

**A) NOTFALL-Knopf (immer sichtbar, jede Seite)**

  1. Den roten **„NOTFALL"**-Knopf in der unteren Navigationsleiste antippen (auf jeder Seite vorhanden).
  2. Öffnet die Notfallansicht (/emergency) mit strukturierten Sofortmaßnahmen.
  3. Reihenfolge der angezeigten Schritte einhalten, nach dem ersten Schritt die Lage neu bewerten.

**B) MOB — Mann-über-Bord-Marker (nur Cockpit/Bridge-Ansicht)**

  1. Im Cockpit (/bridge bzw. /bridge-next) den **„MOB"**-Knopf antippen.
  2. Eine Sicherheitsabfrage erscheint ("MOB — Mann über Bord! Marker setzen?") — bestätigen.
  3. Kiboko setzt sofort einen Positions-Marker an der aktuellen Stelle als Referenzpunkt zur Rückkehr.
  4. Zum Löschen den MOB-Knopf erneut antippen (Marker wird ohne Rückfrage entfernt).

**C) Funk-Seite — Mayday/Pan-Pan/Sécurité (/funk)**

  1. Die Funkseite öffnen. Drei Entscheidungskarten zeigen, welcher Ruf zutrifft: **MAYDAY** (unmittelbare Lebensgefahr), **PAN-PAN** (dringend, keine unmittelbare Lebensgefahr), **SÉCURITÉ** (Navigationssicherheit/Wetterwarnung).
  2. Die passende, bereits mit Schiffsname/MMSI/Rufzeichen vorausgefüllte Textvorlage per **„Kopieren"**-Knopf übernehmen und über Funk (Kanal 16) vorlesen bzw. als Notiz nutzen.
  3. Die Checkliste **„Sofortmaßnahmen Seenot"** (8 Schritte: Rettungswesten, DSC-Notruf Kanal 70, Mayday-Spruch Kanal 16, EPIRB/PLB, Signalmittel, Schiff sichern, Rettungsinsel, Position/Zeit/Personenzahl notieren) der Reihe nach abarbeiten.
  4. Bei Bedarf direkt aus der Ansicht die passende MRCC-Leitstelle antippen (Telefonnummer ist als Link hinterlegt) oder den passenden VHF-Kanal aus der Referenztabelle nutzen (16 = Notruf, 70 = DSC-Notruf, 67/77 = SAR-Arbeitskanal).

**Ergebnis:** Der Notfall wird mit dem richtigen Werkzeug strukturiert bearbeitet, ohne im Ernstfall erst nach der passenden Funktion suchen zu müssen.

**Fehlerfälle:** Falsches Element gewählt (z. B. NOTFALL-Knopf für einen reinen MOB-Fall statt des MOB-Knopfs), Hektik, Überspringen von Checklisten-Schritten, veraltete Schiffsdaten in der Funkvorlage (siehe „Funkdaten verwenden").